🧼 Wie gut kennst du deine Seife wirklich? Der Einkaufs-Check
- NATURE GIFT

- 26. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Jan.

Wenn du im Drogeriemarkt vor dem Regal stehst, lachen dich Dutzende Seifen an: Feste Stücke, cremige Pumpspender, "pH-neutral", "rückfettend"... Aber was steckt wirklich dahinter, und wie triffst du die beste Wahl für deine Haut?
Die Wahrheit ist: Seife ist nicht gleich Seife. Die Art der Herstellung bestimmt, ob du ein sanft pflegendes Naturprodukt oder ein industrielles Reinigungsmittel in den Händen hältst.
🤔 Die 3 Seifen-Arten im Handel: Ein einfacher Überblick
Um zu verstehen, was du kaufst, musst du nur drei Hauptkategorien kennen. Schauen wir uns an, welche Inhaltsstoffe du erwarten kannst:
1. 💚 Echte Naturseife (Die Pflegende)
Das ist die Seife, wie sie seit Jahrhunderten hergestellt wird: aus natürlichen Fetten und Ölen (wie Oliven-, Kokos- oder Sheabutter) und einer Lauge.
Der Mehrwert: Bei der Herstellung entsteht automatisch das wertvolle, feuchtigkeitsspendende Glyzerin. In echter Naturseife bleibt es vollständig erhalten.
Die Pflege: Diese Seifen werden oft überfettet hergestellt. Das bedeutet, es wird mehr Öl verwendet, als für die Reinigung nötig ist. Der Rest bleibt als Schutzfilm auf deiner Haut zurück – daher die tolle Rückfettung!
Erkennung: Schaue auf die Inhaltsstoffe (INCI). Du wirst eine lange Liste von natürlichen Ölen und "Sodium Hydroxide" (die Lauge) sehen. Die Herstellung ist zeitaufwendig (meist kaltgerührt und lange gereift).
Fazit: Eine gute Wahl für trockene, empfindliche und anspruchsvolle Haut.
2. 🏭 Kommerzielle Siedeseife (Die Entfettende)
Dies sind oft die klassischen, günstigeren Seifenstücke, die industriell in großen Mengen produziert werden.
Der Unterschied: Auch sie werden aus Fetten hergestellt, aber unter starker Hitze (gesiedet). Der entscheidende Punkt: Das natürlich entstandene Glyzerin wird entfernt!
Der Grund: Glyzerin ist ein teurer Rohstoff und wird lieber an die Kosmetikindustrie verkauft, anstatt es in der Seife zu belassen.
Die Folge: Ohne Glyzerin reinigt die Seife zwar stark, sie kann die Haut aber auch austrocknen und spannen lassen.
Fazit: Gut für stark verschmutzte Hände, aber weniger ideal für die tägliche, sanfte Körperpflege.
3. 🧪 Syndets & Flüssigseifen (Die Chemische)
Hierbei handelt es sich um die meisten flüssigen Seifen, Duschgele und viele feste "Wasch-Stücke", die als "pH-neutral" beworben werden.
Der Unterschied: Diese Produkte enthalten keine echte Seife! Sie basieren auf synthetischen Tensiden (Säuren, Salze, Alkohole), also künstlich hergestellten, schaumbildenden und waschaktiven Substanzen.
📢 Das Versprechen: "pH-neutral" und die Realität
Der Vorteil (Theorie): "pH-neutral" bedeutet, dass der Säuregrad des Produkts dem natürlichen Säureschutzmantel der Haut ähnelt (etwa pH 5,5). Das klingt nach Schutz, da der Säureschutzmantel Keime abwehrt und Feuchtigkeit bindet.
Die Herausforderung (Praxis): Auch wenn der pH-Wert stimmt, kommt es auf die Qualität der Inhaltsstoffe an. Viele der verwendeten synthetischen Tenside (wie z.B. SLS/SLES) sind extrem starke Reiniger und Entfetter.
Die Wirkung auf die Haut: Trotz des richtigen pH-Werts können diese starken Entfetter die Lipidschicht (Fette) der Hautbarriere auflösen. Die Folge ist, dass die Haut Feuchtigkeit verliert, schneller austrocknet und anfälliger für Reizungen und Rötungen wird – ganz besonders bei empfindlicher oder vorgeschädigter Haut.
Fazit: Lass dich vom "pH-neutral"-Siegel nicht beeindrucken. Es ist nur ein Aspekt. Wenn das Produkt auf synthetischen, stark entfettenden Tensiden basiert, kann diese Option deine Haut austrocknen.







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